Die Erdkothe Altheim wurde 1991 von Philipp Englert und Simon Schmitt gebaut. Hier ein Foto des Rohbaus.

Vorbild war uns hierbei das den finnischen Lappen nachempfundene Domizil in Schönau: Die Erdkothe(n) Lindenbach, erbaut von Stupf und Pivo lagen am Waldrand des schönen Steinachtales und waren mit einer Feuerstelle in der Mitte, von Gras überwachsen, für ca. 5 Mann bewohnbar. Die Abende dort werden uns unvergessen bleiben - vorallem die Saunaabende in der direkt angeschlossenen und durch einen Krabbelgang erreichbaren Sauna-Erdkothe (Wer kam eigentlich auf die Idee mit dem Schnapsaufguss?).
In Badisch Sibiren wurde nach dem modrigen Zerfall der Lindenbacher Erdkothe(n) unweit von Buchen im idylischen Altheim gelegen auf einem privaten Waldgrundstück eine Erdkothe der Superlative erbaut:

Auf zehn 4 Meter langen Fichtenstämmen ruht auch heute noch ein Dach aus Maschendrahtzaun, isolierendem Stroh, mehreren Schichten Plastikplanen und mehr oder minder Erde. Der Innendurchmesser der Erdkothe beträgt 5 Meter. Die Höhe in der Mitte (über der Feuerstelle) betrug zu Planungszeiten 2,5 Meter. Die mehrere Kilo schwere Eingangstür misst stehend 1,5 bzw. 0,5 Meter Breite auf 2(!) Meter Höhe. Das Öffnen der Türkonstruktion von Innen geht erfahrungsgemäß am besten durch den Rückwärts-Entengang.

Der bequemer Platz für 9 Leute (eine Extrembelastung von 16 Leuten war auch schon mal drin), eine Tollwiese vor dem Wald und vorallem die ruhige und absolut sonnige Lage abseits aller Zivilisation (Nächstes Kuhdorf in 3 km, eine Fuchssiedlung in 1 km Entfernung) erheben dieses Domizil zu den königlichen Residenzen aller Erdlochhäuser für Pfadfinder.
Die Erdkothe Altheim ist ganzjährig beziehbar und beheizbar. Anfahrt mit PKW möglich. Platz für weitere Pfadfinderzelte auf der Wiese vor dem Waldstück verfügbar.
Bau- und Standgenehmigung des örtlichen Forstamtes liegt vor.
2003 wurden zwei Aktionen, mehrheitlich von Störtebekern, durchgeführt, um die Erdkothe, die schon damals stark renovierungsbedürftig war, wieder in Schuss zu bringen. Aus dieser Zeit stammen auch die (traurigerweise) wohl aktuellsten Fotos der Erdkothe.
Das größte Problem war schon damals, dass die Erdkothe so langsam aber sicher absinkt. Über den aktuellen zustand gibt es nur Spekulationen.
